Karneval der Kulturen 2005



Na força da Mãe Natureza

Die Frösche kommen... glitschig, springend, lauthals quakend? Sie wollen nur das Eine: Mit den Göttern tanzen!
Dafür benötigen Frösche und Menschen die unendliche Kraft der Mutter Natur. Mit diesen Kräften gestärkt, stellen sie ihre Körper den Orixás zur Verfügung, um sie zum Leben zu erwecken.
Die Sambaschule bringt den Karneval von Rio de Janeiro nach Berlin. Gemeinsam mit Sambistas, Tänzern, Artisten und Freunden aus Deutschland und aller Welt lassen sich die Frösche und die Götter in den Samba fallen - wild tanzend und laut die Trommeln schlagend.

Verstärkung gibt's von STELZENART (Bremen), SCHLESISCHE 27, OSC BERLIN, UNION HILFSWERK gGMBH und dem Kunstkurs des KANT-GYMNASIUM Lichtenberg.

Unser Text des Liedes für das Jahr 2005 Na Força da Mãe Natureza von Valdir dos Santos nimmt Bezug auf die Gottheiten des Candomblé. Wir haben dieses Thema gewählt um uns vor allem selbst mit diesem Teil der afro-brasilianischen Kultur zu befassen. Für die meisten Mitstreiter war dies eine erste Begegnung und in der Zeit der Vorbereitung entstand eine langsame respektvolle Annäherung an diese uns so fremde Welt.
Wir erheben keinesfalls den Anspruch den Candomblé in seiner natürlichen Gänze darzustellen. Vielmehr haben die einzelnen Ala´s (Gruppen) und Detaques (Einzeldarsteller) sich mit einzelnen Götter beschäftigt und ihre eigenen Sichtweisen und Interpretationen mit ihren Kunstfertigkeiten verwoben. Sie präsentieren z.B. nur die Farbe eines Gottes, oder einen bestimmten Charakterzug, oder gestalten typische Merkmale, oder zeigen einfach nur eine eigene künstlerische Kostüminterpretation.

Einen schönen Überblick gibt Ivan Vascocellos www.tranzbrasil.de

Die weiteren Enredos in unserem Programm sind dieses Jahr der Enredo von Beija-Flor von 2004 sowie der Enredo von Mocidade von 1991.

Na força da mãe natureza



Samba enredo 2005
Compositor e cantor: Valdir Vieira dos Santos


Na força da mãe natureza
unido Nago a exaltar
Oxum vive com a beleza,
Xango e dá cor dos Orixás
E a rainha Jemanjá,
Jemanjá

Mãe de todos os Orixás
Olorum enriqueceu a terra
com flores, plantaçoes e
animais

Nanaboroque
Ogum e Oxummaré BIS
Axé meu pai axé

Oxossi, Oxossi caçador
Xango toma conta
das pedreiras

O arco-iris é Oxummaré
jorrando na cachoeira
e a Deusa Iansa,
Iansa
Mãe de toda tempestade

Olodumaré deu o domínio
na terra e oxalá
esse grito de bondade

E até os pretos velho OOO
vem sambando com o sapo BIS
trazendo o grito Nagó.

Destaques:

Carnavalesco / künstlerische Leitung:
Marquinhos/Markus Nichelmann

Mestre da bateria / musikalische Leitung:
Dietrich Kollöffel

Diretor / Logistic:
Claus Achterberg

Komposition / Gesang:
Valdir Jovenal (Olinda Recife)

Caro Allegorico / Wagenbau:
Michael von Petrykowski
Martin Kämmerling

Porta Bandeira / Mestre Sala:
Genilda Gomez (Rio de Janeiro)
Carvalho (Rio de Janeiro)

Rainhas / Princesa da bateria:
Luciane & Priscila Gama (Rio d. Jan.)
Danielle Queiroz de Souza (Rio d. J.)

1. Baiana:
Mangueirinha/Gisele Muniz (Rio d. J.))

StelzenArtBremen:
Janine Jaeggi

Choreografie / Tanz:
Patrizia Lange

musikalische Unterstützung:
Bloco X

sowie das Organisations-Team und unzählige fleißige Helfer!

Aufstellung / Desfile:

  • Destaque: O SAPO (Frosch), Maskottchen der Sambaschule
  • Tänzerinnen aus Brasilien und Deutschland: "Sapucaiu no Samba" - Das tanzende Logo
  • Comissão de frente: A MAE NATUREZA (Die Mutter Nautur) von Valdir dos Santos (Recife)
  • Destaque: EXÙ (als Travestie), Künstlerische Kostüm-Interpretation bezugnehmend auf das Leben der Transvestiten in Brasilien (Beim Karneval geliebt und danach oft gehasst)
  • Rhönradabteilung des Olympischen Sportclubs Berlin: Die Farbe und einige Wesenszüge des OGUM
  • Naná Buruku: Eine Kostüminterpretation der NANÀ BURUKU
  • "gehandicapte" Menschen vom Union Hilfswerk GmbH: Vielfarbige Frösche leben im Urmaterial der Erde (Wasser und Lehm) also ganz nah bei Naná Buruku
  • Austauschprojekt des Kulturzentrum "Schlesische 27": Die Dualität des OXUMARÈ eigenständige Gruppeninterpretation
  • Destaque: XANGÒ der Herr des Feuers, Künstlerische Kostüm-Interpretation
  • Frauen aus Brasilien und Deutschland: Ala das BAIANAS Farblich passend zu Xangó
  • STELZENART Bremen: MOSKITOS im Element "Wind" der YANSÃ = Göttin des Windes und der Blitze
  • Destaque: Eine Kostüminterpretation der OXÙM, Göttin der Schönheit, des Reichtums und des Glücks
  • Porta Bandeira & Mestre Sala: Die Zeremonienmeister Genilda Gomez (Rio de Janeiro) & Carlos Silva (Pernambuco) präsentieren die Fahne der Sambaschule
  • Berliner Tanzgruppe: Das Element "Wasser" der YEMANJÀ Göttin der Meere und der weiblichen Fruchtbarkeit
  • Brasilianische Tänzerinnen: Die "Wachen des Wagens"
  • Carro Alegórico (Prunkwagen): GAMELEIRA Kunstprojekt des Kant-Gymnasiums Berlin-Lichtenberg
  • Musiker (auf dem Wagen): Komponist und Sänger, Valdir dos Santos, mit Verstärkung aus Berlin, Köln und Frankfurt/Main
  • Mestre da Bateria / Musikalischer Leiter: Dietrich Kollöffel
  • Rainha da Bateria 2005: PRISCILLA (Rio de Janeiro)
  • Princesa da Bateria 2005: DANIELLE (Rio de Janeiro)
  • Bateria: Die Trommler des OXALÀ
  • Tänzerin: CARLA (Rio de Janeiro), das leuchtende Schlusslicht lädt alle Lebenslustigen zum Mittanzen "mit den Göttern" ein

Sapuciau beim Karneval




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Sapucaiu ist Preisträger!


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